Rasen pflegen

Ein satter grüner, weicher Rasen kommt nicht von ungefähr und braucht regelmäßige Pflege. Das ist wichtig, damit aus Deiner mühsam angelegten Rasenfläche keine Wildwiese wird. Was bei der Rasenpflege zu tun ist und wie Du bei den einzelnen Schritten vorgehen musst, zeigen wir Dir hier detailliert.

 

Rasen mähen und trimmen

Die Saison für das Rasenmähen startet im März / April – je nach Witterung. Nach der Winter-Mäh-Pause solltest Du beim ersten Schnitt nur die Halmspitzen der Rasenpflanzen abschneiden. Beim regelmäßigen Mähen liegt die optimale Schnitthöhe bei ca. 4cm. Schneide die Rasenpflanzen nicht zu radikal zurück, denn sonst werden sie anfällig und schwach. Nutzt Du einen Rasenmäher, der das Mähgut sammelt, dann mähst Du am besten alle 7 bis 10 Tage.

 

Unsere Empfehlungen für Rasenmäher

 

Bleibt das Schnittgut auf der Rasenfläche liegen, z.B. bei der Nutzung eines Mähroboters, dann musst Du entsprechend öfter mähen. Am besten alles 3 bis 5 Tage. Die liegengebliebenen Halme dienen dann direkt als Dünger und schützen den Rasen gleichzeitig vor dem Austrocknen.

 

Unsere Empfehlungen für Mähroboter

 

Mit einem Rasentrimmer kannst Du die Kanten der Rasenflächen kürzen, die Du mit dem Rasenmäher nicht erreichst.

 

Unsere Empfehlungen für Rasentrimmer

 

Sowohl beim Rasenmäher als auch beim Rasentrimmer solltest Du darauf achten, dass die Messer entsprechend scharf sind. Ansonsten werden die Grashalme abgerissen statt geschnitten. Das kann dann zum Austrocknen und Vergilben führen.

 

Rasen bewässern

Eine Rasenbewässerung ist meist in der Zeit von Juni bis Ende August nötig. Je nach Witterung natürlich auch schon eher, noch später oder in der genannten Zeit auch teilweise gar nicht. Bei der Rasenbewässerung sind Rasensprenger eine gute Hilfe – oft geht es bei großen Rasenflächen auch gar nicht ohne.

 

Unsere Empfehlungen für Rasensprenger

 

Wichtig ist nämlich zu wissen, dass es nicht ausreicht den Rasen nur oberflächlich zu befeuchten. Vielmehr muss der Boden bis zu 10cm tief durchfeuchtet werden. Es empfiehlt sich demnach den Rasensprenger ca. 20 Minuten an einer Stelle stehen zu lassen, damit die Fläche ausreichend bewässert werden kann. So stellst Du sicher, dass sich die Wurzeln der Rasenpflanzen auch im unteren Erdreich ansiedeln und nicht nur an der Oberfläche des Bodens. So schaffst Du es, dass Dein Rasen nicht zu anfällig für das Austrocknen ist.


Wenn Du so vorgehst, dann reicht es im Normalfalls alle 4 bis 7 Tage zu bewässern. Am besten wässerst Du den Rasen abends, da das Wasser dann nicht so schnell verdunstet. Neben den klassischen Rasensprengern gibt es auch fest installierte Varianten. Wenn Du einen sehr großen Garten hast, dann bietet sich so eine Lösung ggf. an.
 

Rasen düngen

Neben dem Mähen und dem Bewässern ist das Düngen Deiner Rasenfläche ein wichtiger Bestandteil der Rasenpflege. Idealerweise düngst Du Deinen Rasen zwei Mal im Jahr – Anfang April oder ggf. nach dem Vertikutieren und dann noch einmal im Sommer. Am Wichtigsten ist es die Dosierungsvorschriften der Hersteller genau zu beachten. Denn zu viel Dünger schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Rasen. Dieser kann nämlich durch Überdüngung verbrennen! Nutze am besten einen Streuwagen zum Ausbringen des Düngers. So kannst Du den Dünger optimal und gleichmäßig verteilen.

 

Unsere Empfehlungen für Streuwägen

 

Doch welcher Dünger eignet sich für Deinen Traumrasen? Am besten greifst Du zu einem Langzeitrasendünger.

 

Unsere Empfehlungen für Rasendünger

 

Wenn Du neu angesät oder Teilstücke nachgesät hast, kannst Du auch einen speziellen Startdünger verwenden. Ist Dein Rasen von Unkraut durchzogen, kannst Du auch einen speziellen Dünger mit Unkrautvernichter nutzen. Dem Befall durch Unkraut kannst Du aber durch gute Pflege vorbeugen. Wenn Du doch einmal mit Rasenproblemen wie Unkraut, verbranntem Rasen oder Ähnlichem zu kämpfen hast, schau mal auf dieser Seite vorbei.


Wenn Du nun einen hochwertigen Dünger ausgewählt hast und mit einem Streuwagen bewaffnet bist, kann es losgehen. Am besten wählst Du dann einen Tag, an dem es vermutlich Regen geben wird. Denn durch die Flüssigkeit kann der Dünger schneller und besser ins Erdreich und so zu den Rasenpflanzen gelangen. Die Nährstoffe werden also in den Boden gespült. Bleibt der Regen aus, solltest Du auf jeden Fall nachhelfen und bewässern.

 

Rasenfläche vertikutieren und lüften

Mit der Zeit setzen sich an der Bodenoberfläche zwischen den Grashalmen biologische Rückstände ab. Diese verhindern eine ausreichende Sauerstoffzufuhr und eine optimale Nährstoffaufnahme der Rasenpflanzen.
Um den Rasenpflanzen wieder mehr Luft zum Atmen zu geben und Platz für neue starke Grashalme zu schaffen gibt es zwei Methoden – das Vertikutieren und das Lüften.


Beim Vertikutieren wird der Boden mit den Messern des Vertikutierers einige Millimeter tief eingeritzt. Gleichzeitig wird dadurch Moos, Unkraut und altes Schnittgut entfernt.

 

Unsere Empfehlungen für Vertikutierer

 

Das Vertikutieren sollte erstmals 2 bis 3 Jahre nach dem Ansäen des Rasens erfolgen, damit Dein Rasen erst einmal kräftig genug werden kann. Ab dann ist es ratsam Deinen Rasen einmal im Jahr zu vertikutieren. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Frühjahr nach dem ersten Mähen. Warte nach dem Mähen einen trockenen Tag ab und starte dann mit dem Vertikutieren. Die Grasnarbe (Oberfläche) sollte dann einmal quer und einmal längs eingeritzt werden (Bei sehr gut gepflegtem Rasen genügt es auch nur in eine Richtung zu vertikutieren. Dann sollte im nächsten Jahr jedoch die andere Richtung gewählt werden). Anschließend entfernst Du die losen Reste aus Deinem Rasen und gibst diese auf den Kompost. Die nächsten Schritte sind dann ggf. das Nachsäen kahler Stellen, das Düngen und Bewässern des Rasen.


Beim Lüften der Rasenfläche – auch aerifizieren genannt – werden kleine Löcher in den Boden gestochen. Dazu kann man spezielle Belüftungsgabeln, Belüftungsschuhe oder motorisierte Rasenlüfter verwenden.

 

Unsere Empfehlungen für Rasenlüfter

 

Dieses Peeling für Deinen Traumrasen kannst Du von April bis September immer wieder durchführen. Wähle einen Zeitpunkt dazu aus, an dem der Boden weder sehr matschig noch knochentrocken ist.

 

Rasen nachsäen

Nach dem Vertikutieren im Frühjahr entstehen häufiger kahle Stellen im Rasen. Aber auch durch Rasenprobleme können solche unschönen Stellen entstehen. Dann muss nachgesät werden. Verwende dazu den gleichen Rasensamen, den Du auch schon für die Aussaat genutzt hast. So kannst Du auf zu einem einheitlichen Rasenbild zurückfinden

 

Unsere Empfehlungen für Rasensamen

 

Am besten säst Du direkt nach dem Vertikutieren nach und nutzt zum Ausbringen des Rasensamens Deinen Streuwagen. Achte dabei auf die Herstellerangaben dazu, wie viel Saatgut Du verwenden solltest. Anschließend ist es wichtig den Rasen ausreichend zu düngen und zu bewässern. Vor dem ersten Schnitt sollte der nachgesäte Rasen eine Höhe von 10cm erreichen, damit die Pflanze zunächst einmal stärker werden kann.

 

Rasenpflege Checkliste

✅ Mähe Deinen Rasen ca. ab März regelmäßig
✅ Bewässere die Rasenfläche in trockenen Zeiten und vor allem von Juni bis Ende August alle 4 bis 7 Tage
✅ Dünge Deinen Rasen im April bzw. nach dem Vertikutieren und im Sommer mit Langzeitrasendünger
✅ Vertikutiere Deinen Rasen erstmals nach 2-3 Jahren und dann jährlich im Frühjahr
✅ Lüfte Deine Rasenfläche nach dem Vertikutieren und ggf. noch weitere Male von April bis September – je nach Beanspruchung
✅ Säe ggf. kahle Stellen in Deinem Rasen nach – am besten direkt nach dem Vertikutieren
 

Rasenpflege Kalender

 
TraumRasen Rasenpflege_Kalender
 

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